07.05.2014

Unabhängige feiern Jubiläum

Eindrucksvoll berichtete Hildegard Kappler, die „Mutter der Unabhängigen“, wie sie Bernhard Hösch bezeichnete, von den Anfängen.

„Mit Hildegard Kappler ziehen die Unabhängigen in den Wahlkampf“ so war die Meldung überschrieben, mit der die SZ 1984 eine neue Gruppierung, die um Mandate im Leutkircher Gemeinderat kämpfen wollte, ankündigte.

Zum 30-jährigen Jubiläum konnten nun viele ehemalige Mitstreiter ebenso wie Vertreter der Leutkircher Fraktionen, der ehem. Bürgermeister Dr. Lillich und OB Hans-Jörg Henle begrüßt werden.

Eindrucksvoll berichtete die „Mutter der Unabhängigen“, wie sie Bernhard Hösch bezeichnete, von den Anfängen. Regelmäßig trafen sich politisch interessierte Bürger dienstags im „Schneiders Adler“ in Adrazhofen, woraus sich die Wählervereinigung der Unabhängigen bildete. Gleich im ersten Anlauf gelang Hildegard Kappler der Einzug in den Gemeinderat. „Ich war nicht allein, sondern wurde von der Gruppierung getragen, die mir regelmäßig Rückmeldung zu kommunalpolitisch wichtigen Themen gab. Dies war für meine Arbeit als einzige Vertreterin sehr wichtig, da ich nie das Gefühl hatte, Einzelkämpferin zu sein“, berichtete Kappler von den Anfängen. In den darauf folgenden Jahren gelang es der Gruppierung mehr und mehr eine größere Rolle im Leutkircher Rat zu spielen, denn bei den darauffolgenden Wahlen gelang Martina Heinz Freudentaler, Helmut Hirt und später auch Steffano Netti der Einzug ins Gremium. Durch klare Haltungen bei den wichtigen Themen der Leutkircher Kommunalpolitik konnten sich die Unabhängigen in den Legislaturperioden schnell ein politisches Gewicht verschaffen. Ein wesentlicher Schwerpunkt waren immer soziale Themen. Integrationspolitik, seniorengerechte Stadt, Standards bei der Aufnahme und Betreuung von Asylbewerern bildeten dabei in den vergangen drei Jahrzehnten wichtige Schwerpunkte der politischen Arbeit. Kappler zeigte sich aber auch sehr stolz, wie ihr Erbe nach ihrem Ausstieg aus der Politik nun weiter geführt wird. „Dass ihr heute eine Liste mit 26 Kandidaten präsentieren könnt finde ich toll“ lobte sie die Arbeit ihrer Nachfolger.

Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle dankte den Unabhängigen für das „gute Miteinander“ im Gemeinderat. Auch wenn es immer wieder in der Sache harte Auseinandersetzungen gab, so sei die Zusammenarbeit mit der Gruppierung immer geprägt von Konstruktivität und gegenseitigem Respekt. 

Nach einem Stummfilm über die fünfziger Jahre in Leutkirch, der von Reinhold Kraft am Klavier musikalisch umrahmt wurde,  klang der Abend in lockerer Runde aus.