23.05.2014

Gut besucht war die Veranstaltung der Unabhängigen am Mittwochabend im historischen Gasthof Hirsch in Urlau.  Foto: Maurer

Gut besucht war die Veranstaltung der Unabhängigen am Mittwochabend im historischen Gasthof Hirsch in Urlau.  Foto: Maurer

Die Unabhängigen wollen die Innenstadtentwicklung vorantreiben

„Wir müssen jetzt handeln!”

Stadtentwicklung, Verkehr, Soziales - diese drei Schwerpunkte haben sich die Unabhängigen für den Kommunalwahlkampf in Leutkirch gesetzt. Mit einer hervorragend besuchten Veranstaltung in Urlau beschlossen sie am Mittwochabend ihren Wahlkampf.

Stadtentwicklung
"Die Stadt ist auch für die Leutkircher da. Wir dürfen nicht mehr auf Center Parcs warten, sondern müssen jetzt handeln."
So dringen die Unabhängigen auf eine baldige Beschäftigung mit der Innenstadt. "Ein Großteil der Bevölkerung will eine Verkehrsberuhigung", lautet das Fazit von Jörg Kuon aus einer Umfrage, die die Unabhängigen bereits vor fünf Jahren angestellt habe. Nun gelte es, dies mit den Interessen der Gewerbetreibenden in Einklang zu bringen. Deutliche Erhöhung der Aufenthaltsqualität, eine Verkehrsberuhigung und eine attraktive Belegung der zurzeit leerstehenden Geschäfte - diese ehrgeizigen Ziele haben sich die Unabhängigen für die kommenden fünf Jahre gesetzt.

Verkehr:
Kurz- und mittelfristig streben die Unabhängigen einen Lärmaktionsplan für die verkehrsgeplagten Straßen wie Kemptener oder Wangener Straße an. Eine Lärmminderung sei dabei mit einer Tempobegrenzung und einer Straßensanierung (Stichwort Flüsterasphalt) zu erreichen. Langfristig setzen die Unabhängigen auf eine Südumfahrung. "Versprechen kann sie keiner", weiß Kuon, "aber wir müssen die Planung vorantreiben."

Soziales/Schulen
Dass es künftig durch Gemeinschafts- und Werkrealschule die Möglichkeit gibt, zwischen Ganztags- und Halbtagsbetreuung zu wählen, begrüßen die Unabhängigen. Für die kommenden Jahre sehen sie zudem die Grundschulen auf dem Land auf dem Prüfstand: "Hier müssen wir lösungsorientiert schauen, was zu erhalten ist und was zu ändern ist", sagt Bernd Schosser.

Soziales/Kindergärten
Betreuungszeiten müssen flexibel an den Bedarf gekoppelt werden. Sehr wichtig ist den Unabhängigen dabei aber auch die Integration von Eltern und Kindern mit Migrationshintergrund durch eine verstärkte Sprachförderung.

Jugendarbeit
Wichtiges Thema ist für die Unabhängigen auch die Jugendarbeit. Dem neuen Jugendrat wollen sie ihre Aufmerksamkeit widmen: "Wir werden uns daran messen lassen müssen, inwieweit wir als Gemeinderat dessen Forderungen nachkommen."

Wohnortnahe Versorgung
Zur wohnortnahen Versorgung in den Teilgemeinden können sich die Unabhängigen die Gründung von Dorfläden-Genossenschaften ebenso vorstellen wie die Einführung eines Bürgerbusses.

Für Günther Falter ist von großer Bedeutung, dass auch in den Ortschaften eine Weiterentwicklung durch Bauplätze garantiert ist. Um den Flächenverbrauch insgesamt einzudämmen, schwebt den Unabhängigen vor, eine Sanierung von Altbauten durch junge Familien ebenso zu fördern wie dies bei Neubauten bereits passiert.

Quelle: Schwäbische Zeitung vom 23.05.2014